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 Creative Talk: Ideen generieren

Alte Denkstrukturen verlassen –
systematisch neue Ideen generieren

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Unternehmer / Selbstständige
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Es ist für sie unerlässlich, innovative Ideen zu entwickeln um ...
... langfristiges Wachstum zu erreichen
... sich den ständig wechselnden Kundenanforderungen anzupassen

frische Ideen überraschen auch deine Konkurrenz 😉

Innovation ermöglicht aus der Masse hervorzustechen: erobere den Markt!

  • du ziehst automatisch die Aufmerksamkeit auf dein Unternehmen
  • Kunden lieben Neues und sind bereit, für innovative Lösungen zu bezahlen
Unternehmen müssen mit der Zeit gehen, um nicht mit der Zeit zu gehen

Innovation eröffnet neue Horizonte: in schnelllebiger Welt mithalten!

  • Kundenbedürfnisse ändern sich
  • Technologien entwickeln sich weiter
  • neue Trends tauchen auf

Alles,
was du in dieser Welt brauchst,
sind verrückte Ideen

und jemanden,
mit dem du sie teilen kannst.

grundlegende Voraussetzung für kreative Ideen:

Offenheit für neue Denkweisen und Perspektiven

  • sich von festgefahrenen Denkmustern zu lösen und neue Wege zu gehen
  • bereit sein, gewohnte Ansätze zu hinterfragen und dich auf neue Ideen einzulassen
  • erfordert Mut, aber die Belohnungen können enorm sein
Keine Angst zu scheitern!

Förderung einer positiven Fehlerkultur

  • Fehler sind eine wertvolle Quelle des Lernens
  • nicht bestrafen sondern als Chancen betrachten
  • auch andere ermutigen, neue Ideen auszuprobieren und Risiken einzugehen

Erfolg besteht nicht darin,
keine Fehler zu machen,
sondern den gleichen Fehler
kein zweites Mal zu machen.

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Herdentrieb hinderlich für neue Ideen
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Unser Hirn ist nicht so optimiert wie wir denken. Wir haben noch immer das Hirn eines Neandertalers, der den anderen hinterher läuft. Der Herdentrieb ist aber nicht hilfreich für den kreativen Alltag!

Verschiedene Kreativitätstechniken

B rainstorming
R everse Thinking
A dapt (SCAMPER)
II deation
N ew Perspective (Reframing)
V isualization
O sborn’s Checklist
G row it​

Brainstorming

“die Ideenfindungs-Methodik”

Regeln:

  • Ziele auf eine hohe Anzahl
  • Stelle die Ideenbewertung vorerst zurück​

Ablauf:

  • jede Idee wird aufgeschrieben (ungefiltert)
  • danach agieren Personen miteinander (gefiltert)
New Work Kommunikation Workplace
Brainstorming
Vorteile Nachteile
neue Ideen rasch gesammelt Ideen meist naheliegend​, nicht besonders originell
alle Ideen sind erwünscht​ oft dominieren wenige Gruppenmitglieder
Gruppe tauscht Infos schnell aus Teilnehmer äußern sich oft nur zögerlich
nur bei vorgegebenen Fragestellungen
nur in Gruppe möglich

Reverse Thinking

“umgekehrtes Denken / Inversion / Perspektivenwechsel”

rückwärts statt vorwärts denken:

  • nicht vom Problem ausgehen, sondern vom gewünschten Ergebnis oder
  • nicht vom gewünschten Ergebnis ausgehen, sondern vom Gegenteil was gewünscht ist

> um versteckte Annahmen / Vorurteile / Lücken / Chancen aufzudecken, die man sonst übersehen würde

Reverse
Vorteile Nachteile
man findet neuartige Lösungen kein Ersatz für andere Denkmethoden
oder vermeidet potenzielle Fallstricke schwierig, über gegensätzlichen Aspekte nachzudenken
zwingt einem kreativ zu denken irreführend, da nicht immer wahr oder möglich
kontraproduktiv sich auf schlechte Dinge zu konzentrieren

Das ist eine ganz schlechte Idee!

Wann geht’s los?

Adapt / SCAMPER

“Fragen um neue Varianten / Ableitungen zu finden”

  • Substitute (ersetze)​
  • Combine (kombiniere)​
  • Adapt (passe an)​
  • Magnify (vergrößere)​
  • Put (übertrage)​
  • Eliminate (entferne/verkleinere)​
  • Rearrange/Reverse (ordne neu an/kehre um)​
  • Welche Teile können ersetzt werden?
  • Was lässt sich mit anderen Dingen kombinieren?​
  • Elemente aus anderen Bereichen übernehmen, anpassen und aufnehmen? Gibt es Marktentwicklungen, wie den Wunsch nach anderen Formfaktoren?​
  • Was könnte man vergrößern oder betonen?​
  • Für welch anderen Zwecke noch einsetzen?​
  • Was könnte man verkleinern oder weglassen?​
  • Anordnung oder Reihenfolge ändern, teilen oder das Ganze umkehren?
SCAMPER
Vorteile Nachteile
Erste Hilfe, wenn Ideenfindung ins Stocken gerät Ideen zu einem Problem müssen schon gefunden worden sein (von denen man aber noch nicht überzeugt ist)

Mancher lehnt eine gute Idee bloß deshalb ab, weil sie nicht von ihm ist.

Ideation / Design Thinking

“Ideen schrittweise finden / entwickeln”

Prozess / strukturiertes Vorgehen zur Identifikation von Ideen – 5 Phasen:

  1. Verstehen
  2. Definieren
  3. Ideenfindung
  4. Implementieren
  5. Testen
  1. Inspiration: Was ist das Problem? > Teilnehmer entwickeln Verständnis für Wünsche & Bedürfnisse der Kunden
  2. Empathie: Was benötigt der Kunde wirklich > Kundenwünsche analysieren + priorisieren
  3. Ideation: Ideen sammeln, entwickeln + bewerten
  4. Bauen: Ideen in konkrete Lösungen umsetzen (Prototyp / Wireframe / Clickdummy)
  5. Testen: konkretes Feedback der Anwender (Theorie trifft auf die Praxis)

Eine wirklich gute Idee erkennt man daran, dass ihre Verwirklichung von vorne herein ausgeschlossen erscheint.

Albert Einstein

New Perspective / Reframing

“die Walt-Disney-Methode”

man versetzt sich als Einzelperson oder als Gruppe gemeinsam nacheinander in eine von 3 Rollen:​

  1. Der Träumer​
  2. Der Realist
  3. Der Kritiker
  1. Der Träumer
    spielt mit Ideen ohne sich Gedanken über Realisierbarkeit zu machen (alles erlaubt!) > Zukunft + Potenziale + Möglichkeiten
  2. Der Realist
    orientiert sich an aktueller Situation + sucht pragmatische Handlungsmöglichkeiten > was ist zu tun, welche Ressourcen / Hilfsmittel verfügbar
  3. Der Kritiker
    überlegt Stärken + Schwächen von Ideen > identifiziert an was noch nicht gedacht wurde + was noch verbessert werden könnte
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80 % aller guten Ideen entstehen
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an Orten, die wir nicht mit Arbeit verbinden!
...
Weniger als 10 % dieser Ideen werden auch tatsächlich umgesetzt.
...
Der große Rest verpufft im Alltag oder gerät irgendwann in Vergessenheit ...

Visualization / Mindmapping

“Geistesblitze für weitere Ideen”

Regeln:

  • Whiteboard, Flipchart oder Pinnwand
  • zuerst ein Thema aufschreiben
  • dann Thema mit Ideen durch Linien verknüpfen
Mindmapping
Vorteile Nachteile
hilft einen Überblick über das fragliche Thema zu erhalten gründliche Prüfung von Ideen
visualisiert was die Realisierung behindern oder erleichtern könnte
Brainstorming alleine oder in Gruppe nur für visuelle Denker

Osborn Checklist​ 1/2

  1. Anders verwenden!​
    Wie könnte X (wo)anders eingesetzt werden?​
  2. Anpassen!​
    Was ähnelt X? Was könnte übernommen werden?​
  3. Ändern!​
    Welche Aspekte/Merkmale von X können verändert werden?​
  4. Vergrößern!​
    X vergrößern/verstärken/erhöhen/verlängern
  5. Verkleinern!​
    X verkleinern/abschwächen/verkürzen/verfeinern

Osborn Checklist​ 2/2

  • 6. Ersetzen!​
    Was an X ersetzen/austauschen?​
  • 7. Umstellen!​
    Reihenfolge ändern / Ursache-Wirkung umdrehen?​
  • 8. Umkehren!​
    Gegenteil von X machen / Spiegelbild zeigen?​
  • 9. Kombinieren!​
    Verbinden? Teil von etwas Größerem? Aufspalten?​
  • 10. Transformieren!​
    X komprimieren/ausdehnen/verflüssigen
Osborn
Vorteile Nachteile
hilft neue Perspektiven auf bestehende Ideen / Produkte / Perspektiven zu gewinnen konkrete Umsetzungen müssen schon vorhanden sein
liefert rasch Ergebnisse nicht für Beginn eines Innovationsprozesses geeignet

Grow it! Mind Games 1/2

9 Fragen zu klären​:

  • M – Matchen (andere Produkte?)​
  • I – Inversion (umdrehen/Gegenteil)​
  • N – Neue Funktion (anderweitig verwenden)​
  • D – Digitalisieren (techn. Möglichkeiten zB über Webshop verkaufen)​

Mind Games 2/2

9 Fragen zu klären​:

  • G – Größenvarianten (verkleinern/vergrößern)​
  • A – Anpassung (neuer Trend/Zielgruppe)​
  • M – Modifizieren (noch einzigartiger/beliebter machen)​
  • E – Eliminieren (einfacher machen/auf Kernfunktion reduzieren)​
  • S – Substituieren (ersetzen oder austauschen)​

Verwirkliche deine Ideen
solange sie dich begeistern!

Danke für deine Teilnahme!

Wir sehen uns wieder beim 2. Teil des Webinars “Von der Theorie zur Praxis” wo wir manche dieser Methoden gemeinsam anwenden und deren Techniken diskutieren werden.