Wer allen gegenüber tolerant sein will, wird irgendwann einmal auch denen gegenüber tolerant sein, die Toleranz aktiv zerstören wollen. Und genau das ist ein Problem!
Der österreichisch-britische Philosoph und Professor Karl Popper nannte das das Paradoxon der Toleranz:
Eine Gesellschaft, die alles toleriert, wird am Ende genau von denen zerstört, die nichts tolerieren. Grenzenlos emphatisch zu sein und tolerant gegenüber jedem zu sein, ist im Grund genommen selbstzerstörerisch und gefährlich, weil es erlaubt, genau die wachsen zu lassen, die für alle anderen Toleranz abschaffen wollen.
Und sobald sie genug Macht haben, tun sie genau das. Toleranz ohne Grenzen ist keine Stärke, sie ist eine Einladung für diejenigen, die alle anderen gnadenlos ausnutzen möchte.
"Es kommt nicht darauf an, wer regiert, solange man die Regierung ohne Blutvergießen loswerden kann."
"Die Frage, wer herrschen / an die Macht kommen soll, ist falsch gestellt. Es genügt, wenn eine schlechte Regierung abgewählt werden kann. Das ist Demokratie."
Karl Raimund Popper, österreichisch-britischer Philosoph und Professor
"Erkennen ist Pflicht, Selbstdisziplin ist notwendig."

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