Precht warnt vor schlechter Diskussionskultur

Veröffentlicht am 1. November 2024
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In der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ zum Thema „Twitter“ hat Precht gesagt, dass die meisten Journalisten gar nicht verstehen, worüber die Leute reden und die meisten „Qualitätsmedien“ verlernt haben, sachlich zu diskutieren.

„Bestimmte Debatten können nicht mehr geführt werden, sondern finden nur noch im totalen Angriffs-Duktus auf Personen statt. Selbst die Qualitätsmedien reden lieber über Personen und stellen sie moralisch in eine Ecke, statt sich mit Argumenten auseinanderzusetzen.“

Richard David Precht, deutscher Philosoph & Schriftsteller

„Worüber wir reden ist, das bestimmte Elemente – wie zB die Personalisierung von Debatten: bei Twitter haut man eine Meinung über eine Person raus – das diese mittlerweile Einzug genommen haben, auch in die sogenannten Qualitätsmedien. Was dazu führt, dass bestimmte Debatten auf diese Art und Weise nicht mehr geführt werden können, sondern nur noch im totalen Angriffs-Duktus auf Personen stattfinden. Das wir also über Personen reden und sie moralisch in eine Ecke stellen, statt uns mit Argumenten auseinanderzusetzen. Das ist das Element von Twitter.“

In die selbe Kerbe schlägt auch die deutsche Kabarettistin Monika Gruber, die sagt:

„Es gab Sendungen, die haben nicht mal über den Grund der Demo berichtet. Da hieß es nur ‚Es war eine rechte Kundgebung‘. Und das war schon in­fam. Es wurde zwar viel darüber geschrieben, am meisten von Leuten die nicht auf der Demo waren, wer da alles da war: Rechte und Schwurbler und Querdenker und Idioten. Die Leute die auf der Demo waren sagten, dass das total interessant und wichtig war, dass sie da waren. Weil wenn sie die Berichterstattung hinterher gelesen hätten, dann hätten sie gedacht, dass sie auf einer anderen Veranstaltung gewesen wären. Und das war spanned zu sehen, was die Presse aus solch einem Ereignis macht.“

Monika Gruber, deutsche Kabarettistin & Schauspielerin

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