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Durch meine Studienreise vom 3. bis 5. November nach Tallinn – der Hauptstadt von Estland und der Heimat von Skype – konnte ich ein paar interessante Erkenntnisse gewinnen:

Die Esten nutzen ihren Personalausweis für alles mögliche: für die Steuererklärung, für Überweisungen, für Versicherungen, als Kundennummer (fürs Handy und Bonuspunkte) und für Wahlen.

• Nachdem das Steuersystem so einfach und transparent ist, gibt es in Estland keine Steuerberater. #ZeroBureaucracy

• Bei der letzten Wahl wählten bereits 50 % der Esten digital. #eVoting

• Der Staat ermöglicht allen Esten, jede öffentliche Dienstleistung digital zu erledigen. #DigitalisierungsWeltmeister

• Die Bürger können jederzeit nachvollziehen, wer auf ihre Daten zugreift (zB können Lehrer auf Schüler-Noten zugreifen und Ärzte auf Patienten-Daten – unrechtmäßige Zugriffe werden allerdings bestraft!). #DatenschutzdurchTransparenz

• Die Schulen entscheiden selbst über Lernart und Lerninhalte (zB Programmieren in der Volksschule). #autonomeSchulen

• Startups erhalten € 35.000 um ihren ersten Prototypen entwickeln zu können. #startyourBusiness

• Die Esten sind nicht nur Weltmeister in der Digitalisierung, sie sind auch Nummer 1 bei den OECD PISA Tests!

Erkenntnis der Reise: Die Digitalisierung der Infrastruktur sowie der Ausbau von Breitband müssen in Österreich fertig gedacht und nicht ständig neu begonnen werden. Estland hat mit all dem bereits vor 20 Jahren gestartet und bietet mit dieser öffentlichen Dienstleistung enorme Möglichkeiten für seine Bürger.

Ich wünsche mir einen Staat Österreich, der die Möglichkeiten von Transparenz und Selbstständigkeit mehr schätzt, als Einschränkungen durch Verbote und Verhinderungen.